Das Lautersche Schlösschen
Foto: Stadt Schlüchtern
Das im Lauterschen Schlösschen untergebrachte stadtgeschichtliche Museum wurde 2007 neu eingerichtet und öffnete nach einer umfangreichen Sanierung im Mai 2025 wieder seine Türen. Eine besondere Attraktion stellt die große Modelleisenbahnanlage im Dachgeschoss dar, die den Betrieb auf der Strecke Kassel–Frankfurt/M. vom Bahnhof Schlüchtern (Bauzustand von 1985) bis zum Distelrasentunnel sowie auf der Nebenstrecke nach Elm bis zum Brandenstein-Tunnel demonstriert.
Eine Filminstallation vergegenwärtigt die Bedeutung des 1488 auf Burg Steckelburg bei Schlüchtern geborenen Ritters, Humanisten und Dichters Ulrich von Hutten. Weiterhin wird der 1528 im heutigen Stadtteil Niederzell geborene Peter Lotz vorgestellt, der sich unter dem Namen Petrus Lotichius Secundus den Ruf als bedeutendster neulateinischer Dichter erwarb.
Grafische Werke von Ludwig Emil Grimm sowie persönliche Gegenstände verweisen auf die freundschaftlichen Beziehungen der seit dem späten 18. Jahrhundert in Steinau lebenden Familie Grimm zu Wilhelm Stickel, dem damaligen Besitzer des Lauterschen Schlösschens. Das Thema „Liebe und Heirat“ wird ergänzend zu dem im Museumsgebäude eingerichteten Trauzimmer veranschaulicht.
In der Abteilung über das vergangene jüdische Leben in Schlüchtern wird auf die 1898 erbaute Synagoge sowie die Seifenfabrikanten Fritz und Max Wolf eingegangen. Ein Film dokumentiert die religiös-sozialistische Siedlung auf dem Habertshof (1922–1933) bei Elm, die aus der 1919 in Schlüchtern gegründeten „Neuwerkbewegung“ hervorging. Außerdem sind die ab 1925 entstandenen naiven Bilder des „Sonntagsmalers“ Felix Muche (auch „Ramholz“ genannt) und die abstrakte Werke seines berühmten Sohnes, des Bauhauskünstlers Georg Muche, zu sehen.
Bergwinkelmuseum
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