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Museum Judengasse
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Das „Museum Judengasse“ am Börneplatz wurde 1992 als Dependance des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt über Fundamentresten des einstigen Ghettos errichtet, die 1987 bei Bauarbeiten freigelegt worden waren. Die abgeschlossene Judengasse war 1462 errichtet worden und bestand bis ins 19. Jahrhundert.
Im Museum können die Grundmauern von fünf Wohnhäusern, zwei Ritualbädern, zwei Brunnen und einem Kanal besichtigt werden. Die Fundamente stammen überwiegend aus dem 18. Jahrhundert, die ältesten Teile reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück. Die Ausstellung erläutert die baulichen Relikte und informiert über die Entwicklung der Judengasse, über das alltägliche Leben in den dortigen Häusern sowie über die Geschichte des Börneplatzes bis zur Gegenwart.
Ein historisches Modell mit über tausend Häusern zeigt, wie die Judengasse um 1860 in die östliche Innenstadt Frankfurts eingebettet war. Bildliche Darstellungen, Schriftdokumente, Filme und Audioproduktionen vermitteln ein vielfältiges Bild des Ghettos.
Die auch im Internet zugängliche, interaktive „Infobank Judengasse“ (www.judengasse.de) stellt darüber hinaus den Besuchern detaillierte Informationen zur Geschichte der Judengasse, ihrer Häuser und Bewohner (Lebensbedingungen, Berufe) zur Verfügung.
In der Börnegalerie werden kleinere Sonderausstellungen zur jüdischen Geschichte und Gegenwart gezeigt. Hier befindet sich auch eine Datenbank mit den Namen und Biografien der über 12.000 deportierten und ermordeten Frankfurter Juden, die eine Ergänzung zur benachbarten Gedenkstätte Neuer Börneplatz darstellt.
Angeschlossen ist ein nach Oskar und Emilie Schindler benanntes museumspädagogisches Lernzentrum. Das Ehepaar Schindler war für die Rettung von 1.200 jüdischen Zwangsarbeitern, die in Schindlers Fabriken arbeiten mussten, verantwortlich. Eine kleine, öffentlich zugängliche Ausstellung dokumentiert mit Fotos, Erinnerungen der Überlebenden und einem Faksimile der legendären Namensliste die Geschichte dieser Rettung. Oskar Schindler lebte von 1958 bis zu seinem Tod im Jahr 1974 in Frankfurt.
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