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Archäologisches Museum Frankfurt
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In der restaurierten Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters und im angrenzenden Neubau (Architekt: Josef Paul Kleinhues) sind archäologische Funde aus Frankfurt und der Region, dem Alten Orient und der Klassischen Antike ausgestellt.
In der Abteilung Alter Orient befindet sich eine umfangreiche Sammlung von Kleinkunst aus dem alten Iran (4. Jh. v. Chr.). Kleine Götterfiguren, Schmuck, Waffen und Gefäße aus dem westiranischen Luristan (2. und 1. Jahrtausend v. Chr.) gehören zu den Spitzenwerken des frühgeschichtlichen Bronzegusses.
Die Abteilung Klassische Antike umfasst Gefäße aus Keramik, Bronze und Glas, Terrakotta-Statuetten, Schmuck und Waffen. Hier lassen sich Parallelen zwischen den Keramiken aus Griechenland und aus Unteritalien (14. bis 6. Jh. v. Chr.) feststellen.
Die vorgeschichtliche Abteilung mit Funden aus der Region vermittelt einen Überblick über die Besiedlung des Frankfurter Raumes von der Altsteinzeit bis zur Eisenzeit. Schwerpunkte bilden die Jungsteinzeit und die Metallzeiten. Darunter ragt besonders der reiche Grabfund eines keltischen Herrn der frühen Eisenzeit (Hallstattzeit) aus dem Frankfurter Stadtwald hervor.
Im Kirchenlangschiff sind die bedeutenden Funde der römischen Stadt Nida aus dem Frankfurter Stadtteil Heddernheim zu besichtigen. Die Ausrüstung eines Soldaten, ein Wohnraum mit Wandmalereien, Funde aus dem Grab eines Malers, Jupitersäulen, Mithraskultbilder und anderes vermitteln Einblicke in die profane und religiöse Welt einer römischen Grenzstadt, die gegen 260 n. Chr. aufgegeben wurde.
Die folgende Zeit des frühen Mittelalters wird vorwiegend durch alamannische und fränkische Grabfunde aus dem Stadtgebiet repräsentiert. Weitere Schwerpunkte bilden die karolingisch-ottonische Pfalz auf dem Domhügel, das Thema „Heidentum und Christianisierung“ sowie Funde aus der Karmeliterkirche. |