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Museum Wiesbaden
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Das Museumsgebäude wurde als dreiflügelige Anlage von dem Architekten Theodor Fischer entworfen und 1915 eröffnet. Noch bis ca. 2010 werden an dem Bau umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, die eine teilweise Schließung der Ausstellungsräume zur Folge haben.
Das Museum wird anschließend nur noch zwei seiner ursprünglich drei Abteilungen präsentieren: die Gemäldegalerie und die Naturwissenschaftliche Sammlung. Die Sammlung Nassauischer Altertümer ist derzeit nur noch nach Voranmeldung zugänglich und soll zukünftig in das geplante Wiesbadener Stadtmuseum integriert werden.
2007 wurde das Museum als „Museum des Jahres“ für seine Ausstellungstätigkeit und seine Sammlungsaktivität im Bereich moderner Kunst ausgezeichnet. Internationale Bedeutung besitzt die Kunstsammlung vor allem durch die fast hundert Werke des berühmten russischen Expressionisten Alexej von Jawlensky (1864-1941). Der Künstler lebte von 1921 bis zu seinem Tod in Wiesbaden und ist hier auf dem russischen Friedhof begraben. Den künstlerischen Gegenpol zu Jawlensky und anderen Gleichgesinnten bilden die konstruktivistischen Arbeiten etwa von Fritz Vordemberge-Gildewart oder Wladimir Tatlin. Raum-Installationen von Ilya Kabakov und Rebecca Horn sowie Arbeiten der amerikanischen Minimalisten ergänzen den Bestand.
Außerdem werden regelmäßig Sonderausstellungen zur modernen Kunst gezeigt. Die Ausstellung „Alte Meister“ mit Werken des 15. bis 19. Jahrhunderts wird während der noch laufenden Sanierungsarbeiten bis 2010 geschlossen bleiben und anschließend neu präsentiert.
Nach der Sanierung wird auch die Naturwissenschaftliche Sammlung in neu konzipierter Form wieder zugänglich sein. Die Ausstellung steht zukünftig unter dem Stichwort „Ästhetik der Natur“ und folgt nicht mehr naturwissenschaftlichen Kriterien, sondern zielt auf Querverbindungen zwischen Kunst und Natur ab. Dabei stehen vier Themen im Vordergrund: „Farbe“, „Form“, „Bewegung“ sowie „Raum und Zeit“. Es wird hier unter anderem auf die Funktionen der Farbe in der Natur, Farbmodelle und Pigmente, Grundprinzipien der Formentstehung, Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur“, Grundlagen der Bewegung, die langsame Reise der Kontinente sowie auf die Entstehung und Frühzeit der Erde eingegangen.
Kontrastierend dazu soll das Ausstellungskonzept aus dem späten 19. Jahrhundert für die geologischen Exponate erhalten und rekonstruiert werden. Neben der Braunschen Mineraliensammlung werden hier auch mineralische Rohstoffe gezeigt. Zudem ist in einem begehbaren Depot mit historischen Vitrinen ein Großteil der Wirbeltiere in systematischer Aufstellung zu besichtigen, so wie es in Schausammlungen Ende des 19. Jahrhunderts üblich war.
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