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Museum im Gotischen Haus

Hüte im Hutmuseum; F: Museum im Gotischen HausDas Gotische Haus ist ein ehemaliges Jagd- und Lustschlösschen der Landgrafen von Hessen-Homburg aus dem 19. Jahrhundert. Die außergewöhnliche Architektur des Gebäudes – eine harmonische Verbindung von klassizistischen und neugotischen Elementen – geht auf die Landgräfin Elizabeth (1770–1840) zurück. Der aus englischem Königshaus stammenden Erbauerin ist im Museum eine eigene Abteilung gewidmet, die Einblicke in deren künstlerisches Werk und in die Bedeutung des Gotischen Hauses innerhalb der landgräflichen Garten- und Landschaftsgestaltung gibt.

Das Museum dokumentiert zudem die Geschichte der Stadt und der Landgrafschaft Hessen-Homburg von der Frühgeschichte bis zum Ersten Weltkrieg. Der Armenpflege, der Ansiedlung der Hugenotten, dem Handwerk sowie der Land- und Waldwirtschaft sind eigene Abteilungen gewidmet. Ein weiterer Teil der Ausstellung informiert über den Aufstieg Homburgs vom kleinen Landgrafenstädtchen zum renommierten Kurbad. Hier ist unter anderem der erste Spielsaal (Nachbildung) zu sehen. Erinnert wird auch an berühmte Kurgäste und bekannte Persönlichkeiten wie zum Beispiel den Dichter Friedrich Hölderlin, der sich zweimal in Homburg aufhielt. Des Weiteren können eine Ausstellung zur Geschichte der Partnerstadt Marienbad und ein Münzkabinett besichtigt werden.

Eine Besonderheit im Gotischen Haus ist das in Deutschland einzigartige Hutmuseum, das mit rund 300 Exponaten die Kulturgeschichte der Kopfbedeckung veranschaulicht. Neben der Herstellung von Hüten wird in der Ausstellung auf die modische Entwicklung sowie die gesellschaftliche Bedeutung und Funktion verschiedener Kopfbedeckungen näher eingegangen. Dabei reicht das Spektrum von der Zylindermode über Berufsbekleidung (Richter, Zimmerleute, Köche) und Damen-Modehüte bis hin zu Trachtenhauben. Zu den Besonderheiten des Museums gehört zweifellos der „Homburg-Hut“, der in den 1880er Jahren erstmals nach dem Geschmack des Prinzen von Wales in der Homburger Hutfabrik Möckel angefertigt und später weltberühmt wurde.
Tannenwaldweg 102
61350 Bad Homburg vor der Höhe
Telefon: (0 61 72) 3 76 18
Fax: (0 61 72) 93 72 16

E-mail
stadtmuseum@bad-homburg.de

Internet


Öffnungszeiten
Di, Do, Fr, Sa 14–17 Uhr
Mi 14–19 Uhr
So 12–18 Uhr
Am Karfreitag ist das Museum geschlossen
Ostersonntag und Montag
geöffnet
12.00 - 18.00 Uhr


Aktuelles

Zur Zeit wird die Sonderausstellung "Kindheit um 1900" vorbereitet.
Voraussichtlicher Eröffnungstermin: September 2010


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