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Städel Museum
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Das Städel Museum (Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie) – die älteste und bedeutendste Museumsstiftung in Deutschland – geht auf eine Schenkung des Frankfurter Bankiers und Kaufmanns Johann Friedrich Städel im Jahr 1815 zurück, die Kunstwerke, eine Kunstbibliothek und Kapital umfasste. Von 1874 bis 1878 entstand das noch heute genutzte Museumsgebäude, das bereits mehrfach baulich erweitert wurde.
Der umfangreiche Sammlungsbestand des Städel Museums umfasst Gemälde und Grafiken aus sieben Jahrhunderten sowie Skulpturen der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Die Werke werden in einer dynamisch gestalteten Dauerausstellung präsentiert, wobei in bestimmten Abständen thematisch bedingte Umhängungen vorgenommen werden.
Chronologisch gesehen beginnt die Ausstellung mit Arbeiten der altdeutschen und altniederländischen Meister. Zu den Hauptwerken gehören das „Paradiesgärtlein“ eines unbekannten Meisters, die „Apostelmartyrien“ von Stefan Lochner, eine „Venus“ (1532) und der „Torgauer Altar“ von Lucas Cranach sowie Jan van Eycks „Lucca-Madonna“ (um 1436). Den Italienern des 15. Jahrhunderts (z. B. Fra Angelico) folgen die Manieristen, die mit hochrangigen Arbeiten von Sandro Botticelli und Pontormo vertreten sind. Weiterhin können Arbeiten von Albrecht Altdorfer, Albrecht Dürer und Hans Holbein d. J. besichtigt werden.
Die barocke Malerei bildet mit Meisterwerken von Rembrandt, Peter Paul Rubens, Jan Vermeer van Delft, Frans Hals, Canaletto, Tiepolo oder Nicolas Poussin einen weiteren bedeutenden Schwerpunkt der Sammlung. Hierzu gehören auch zehn Gemälde und mehrere graphische Arbeiten des in Frankfurt am Main geborenen Adam Elsheimer. Einen weiteren Sammlungsschwerpunkt bildet die deutsche Historienmalerei, insbesondere die Kunst der Nazarener.
Manche Werke zeichnen sich durch einen besonderen Bezug zu Frankfurt auf, wie der Altar für die Frankfurter Dominikanerkirche (1501) von Hans Holbein d. Ä., Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins Werk „Goethe in der römischen Campagna“ (1786/87), Gemälde von Hans Thoma, Gustave Courbet sowie zahlreiche Arbeiten von Max Beckmann, dem ehemaligen Professor an der Städelschule. Zusammen mit weiteren Vertretern der Romantik, des Realismus, Impressionismus und der klassischen Moderne bieten diese Arbeiten einen Überblick über die Kunst des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Im Wechsel werden bedeutende Werke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt. Zu den hier vertretenen Künstlern gehören Yves Klein, Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Richard Serra, Georg Baselitz und Francis Bacon.
Werke der Grafischen Sammlung werden in ausgewählter Form und zeitlich begrenzt in der Ausstellungshalle präsentiert, darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich grafische Blätter im Studiensaal vorlegen zu lassen.
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