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Ikonen-Museum Frankfurt
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Das Ikonen-Museum befindet sich im ehemaligen Refektorium der barocken Klosteranlage des Deutschen Ordens. Das Deutschordenshaus wurde 1709 bis 1715 auf gotischen Mauerresten errichtet und im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Die für die museale Nutzung neu entwickelte Innenarchitektur des Gebäudes schuf der bekannte Architekt Oswald Matthias Ungers.
Mit seiner Dauerausstellung wie auch zahlreichen Sonderausstellungen beabsichtigt das Ikonen-Museum, die Kunst und Kultur des orthodoxen Christentums dem Besucher nahezubringen. Den Schwerpunkt der Sammlung bilden überwiegend auf Holz gemalte russische Ikonen des 16. bis 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus sind aber auch Metallikonen, kirchliches Gerät und Textilien vorhanden.
Der Museumsbestand basiert auf einer Sammlung von über 800 Ikonen, die der Königsteiner Arzt Dr. Jörgen Schmidt-Voigt im Jahr 1988 der Stadt Frankfurt stiftete. Ergänzend kamen Dauerleihgaben aus privater und öffentlicher Hand hinzu. So konnte 1999 das Museum durch die Ikonen-Sammlung der Staatlichen Museen zu Berlin erweitert werden, die unter anderem Werke berühmter russischer Ikonenmaler wie Michail Miljutin („Höllenfahrt Christi“, 1685), Arbeiten des kretischen Malers Emanuel Tzanes („Verkündigung“, 1640) und Werke von Angelo Bissamano („Kreuzabnahme“, um 1530) umfasst.
Ikonen als Bilder der Verehrung sind sowohl im kirchlichen (Ikonostase) als auch im häuslichen Bereich („Schöne Ecke“) anzutreffen. Ihre Verbreitung bzw. das Gebiet der Ostkirche erstreckt sich vom Norden Russlands über den Balkan und Griechenland bis zum Nahen Osten, Ägypten und Äthiopien. So befindet sich im Museumsbestand auch eine Sammlung äthiopischer Ikonen, Kreuze und Handschriften.
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