Home
Hessischer Museumsverband
auf der Landkarte
nach Orten
Thematisch
Alphabetisch
Impressum

Langbein-Museum Hirschhorn

Das 1806 erbaute ehemalige Forstamt, F: Dr. Ulrich SpiegelbergDas Museumsgebäude, das heutige „Haus des Gastes“, wurde 1806 als Forstamt errichtet.
In seinem oberen Geschoss wird die Sammlung des Hirschhorner Gastwirts Carl Langbein (1816–1881) präsentiert. Dieser begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts, eine vielfältige „Naturalien- und Altertümersammlung“ anzulegen. Langbein widmete sich bald auch heimatkundlichen Studien, dem Zeichnen sowie der Restaurierung und Neuanfertigung historischer Möbel.

Mark Twains Reisebeschreibung „A tramp abroad“ enthält eine anschauliche Schilderung von Carl Langbein und seinem Gasthof, in dem die Sammlung zunächst untergebracht war. Der Gastwirt, der sich selbst als „Naturalist“ bezeichnete, stellte auch Tierpräparate her, insbesondere von heimischen Vögeln, und bereicherte die Naturaliensammlung mit Mollusken und Mineralien. Heute stellen im Museum etwa 180 seiner Präparate die heimische Tierwelt in einem Diorama dar.

Langbeins Sammlung enthält unter anderem Objekte des 1404 gestifteten und 1803 aufgelösten Hirschhorner Karmeliterklosters. Von besonderer Bedeutung sind Teile der Klosterbibliothek, ein Tisch und geschnitzte Stühle (18. Jh.) aus dem Refektorium sowie sakrale Gegenstände. Ausgestellt sind auch Relikte (Engel, Schnitzwerk) des 1840 abgebrochenen Hochaltars der Klosterkirche, der 1761/62 von dem Heidelberger Bildhauer Johann Michael Düchert angefertigt wurde.

Weitere Kunst- und Gebrauchsgegenstände stammen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Darunter befinden sich Skulpturen, Gemälde und Grafiken (u. a. Hirschhorner Ortsansichten), Münzen, religiöse Klein- und Volkskunst, Kunstgewerbe, Möbel, bürgerliche Bekleidungsstücke sowie Trachten aus dem südlichen Odenwald. Zudem sind Waffen, ein Harnisch (16. Jh.), Ritterhelme, Jagdgerät und Jagdtrophäen (18. und 19. Jh.), Funde von der Burg Hirschhorn sowie Objekte zum „Gefecht von Hirschhorn“ im Rahmen der badischen Revolution (1849) zu besichtigen.

Alleeweg 2
69434 Hirschhorn (Neckar)
Telefon: (0 62 72) 17 42
(0 62 72) 69 22
Fax: (0 62 72) 91 23 51

E-mail
tourist-info@hirschhorn.de

Internet
www.hirschhorn.de

Öffnungszeiten
Ostern bis
31. Oktober:
Mi und So 15–17 Uhr


Aktuelles




Service