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Die Dauerausstellung über die Antoniter; Foto: Günzel-Rademacher, Offenbach a. M.

Museum im Spital Grünberg


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Kinder-Audioführung (90 Minuten) für junge Besucher im Alter von 6 bis 12 Jahren


#AUFMACHER# Museum im Spital Grünberg

Der Museumseingang
Foto: Günzel-Rademacher, Offenbach a. M.

Als Kloster der Augustinerinnen im 15. Jahrhundert erbaut, beherbergt der langgestreckte Fachwerkbau seit dem Jahr 2007 das Museum im Spital Grünberg. Mit Auflösung der Klöster in der Reformationszeit wurde der Bau über Jahrhunderte als städtisches Spital genutzt. Der Museumsname erinnert an diese Nutzung.

Im neuen Glasanbau präsentiert eine großflächige Collage Bewohner aus Grünberg und den Grünberger Stadtteilen über einen Zeitraum von über 100 Jahren im Alltag und beim Feiern. Ein zentrales Thema der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung im Erdgeschoss ist der jahrhundertealte Gallusmarkt. Die ältesten in der Ausstellung gezeigten Objekte weisen auf die Bedeutung der oberhessischen Stadt als Warenumschlagsplatz im Mittelalter. Die Stadt besaß im 13. Jahrhundert das Privileg, Münzen zu prägen. Einen weiteren thematischen Schwerpunkt bilden die Klöster und Spitäler in Grünberg. So wird zum Beispiel die mittelalterliche Armen- und Krankenpflege vorgestellt. Weiterhin erfahren die Besucher Interessantes über die Geschichte des um 1240 gegründeten Antoniterklosters. Künstlerische Darstellungen geben Aufschluss über zeitgenössische Interpretationen des Lebens des Eremiten Antonius. Was es mit dem präparierten Ferkel in einer Vitrine auf sich hat, soll hier aber nicht verraten werden.

Das Obergeschoss ist dem Südamerikaforscher Theodor Koch-Grünberg gewidmet. Der Pfarrerssohn wurde 1872 in Grünberg geboren und unternahm zwischen 1898 und 1924 vier Forschungsreisen nach Südamerika. Ein Film in der Ausstellung gibt Einblick in die Arbeitsweise des Ethnologen. Fotoinstallationen von riesigen Bäumen aus dem Amazonas-Regenwald versetzen die Ausstellungsbesucher in die Forschungsregion Koch-Grünbergs. Außerdem vermitteln Kultobjekte, Kleidung, alltägliches Gerät, Fotografien, Tagebuchaufzeichnungen sowie Tonaufnahmen von Tänzen und Gesängen der Einwohner des Amazonasgebietes einen Eindruck von der Lebenswelt der Indianer, mit denen Koch-Grünberg in Brasilien und Venezuela in Kontakt kam.

In der kleinen „Café-Bar der Nationen“ belegen 44 fotografische Porträts die Vielfalt der Einwohnerschaft Grünbergs. Ein Duft-und Heilpflanzengarten sowie wechselnde Sonderausstellungen vervollständigen das Angebot.
Im Jahr 2010 erhielt das Museum den Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

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Museum im Spital Grünberg

Hintergasse 24

35305 Grünberg


Telefon
(0 64 01) 22 33 28-0


Telefax
(0 64 01) 22 33 28-20


E-Mail
museum@gruenberg.de


Internet
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