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Lithopresse von 1797, Nachbau; Foto: Jörg Baumann

Haus der Stadtgeschichte

#AUFMACHER# Haus der Stadtgeschichte

Die ehemalige Fabrik der Familie Bernard
Foto: Ursula Seitz-Gray

Das Haus der Stadtgeschichte ist 2004 durch den Zusammenschluss von Stadtmuseum und Stadtarchiv entstanden. Es befindet sich in einem 1896 fertiggestellten Gebäudekomplex mit Verwaltungs- und Fabriketagen, dem einstigen Produktionsort der 1733 gegründeten Tabakfabrik der Familie Bernard.
Das Museum erstreckt sich über zwei Etagen des ehemaligen Fabrikgebäudes und nutzt eine ehemalige, nun multifunktional eingerichtete Industriehalle für Wechselausstellungen und weitere Veranstaltungen. Seine modern gestaltete Ausstellung präsentiert 10.000 Jahre Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Zu den ältesten Objekten des Museumsbestandes gehören steinzeitliche Artefakte, bronze- und eisenzeitliche sowie römische Funde. Weitere Stationen behandeln die Epoche der Völkerwanderung und der Franken sowie das Mittelalter.

Ausgehend von der Ersterwähnung Offenbachs im Jahr 977 wird die Stadtentwicklung anhand verschiedener Modelle oder Stadtansichten dokumentiert. Zusätzlich gibt es ein virtuelles Museum, in dem stadtgeschichtlich wichtige Fotografien, Filme und Dokumente zugänglich gemacht werden, wie zum Beispiel die Privilegien der Offenbacher Hugenotten (1705) oder Georg Büchners in Offenbach gedruckte Flugschrift „Der hessische Landbote“ (1834).
Im Mittelpunkt der Abteilung über die Industriegeschichte steht ein funktionsfähiger Nachbau der Lithographen-Presse von Alois Senefelder, der im Jahr 1800 für den Offenbacher Musikverleger Johann Anton André die weltweit erste kommerziell tätige Steindruckerei einrichtete. Weiterhin werden die für Offenbach bedeutenden Industriezweige Eisenkunstguss, Lederindustrie und Tabakverarbeitung vorgestellt.

In der oberen Etage befindet sich eine variabel gestaltete Ausstellungseinheit, in der sich die Besucher auf multimediale Weise mit verschiedenen Themen der Stadtgeschichte beschäftigen können. Hier werden Exponate zu verschiedenen Schwerpunkten (z. B. Hugenotten und Juden in Offenbach, Goethezeit), Offenbacher Münzen oder Fayencen (1739–1829) sowie das über zwei Meter hohe d’Orvillesche Puppenhaus von 1757, das einen Haushalt der Rokokozeit darstellt, gezeigt. Eine Gemäldegalerie enthält Bilder regionaler Künstler seit dem 18. Jahrhundert.

Das Archiv ist Di und Do von 9–12 Uhr und 13:30–15:30 Uhr geöffnet.

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Haus der Stadtgeschichte

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63065 Offenbach am Main


Telefon
(0 69) 80 65 - 24 46


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E-Mail
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Mi

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