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Großalmeröder Schmelztiegel; Foto: Stefan Forbert, © Geschichtsverein Großalmerode

Glas- und Keramikmuseum Großalmerode

#AUFMACHER# Glas- und Keramikmuseum Großalmerode

Das Museumsgebäude in Großalmerode
Foto: Stefan Forbert, © Geschichtsverein Großalmerode

Großalmerode, die „Stadt des guten Tones“, kann auf eine 800-jährige Tradition in der Ton- und Glasverarbeitung zurückblicken. Das hier eingerichtete Glas- und Keramikmuseum ermöglicht es dem Besucher, Einblicke in die Sozial- und Gewerbegeschichte der Region zu gewinnen. Es informiert in moderner Form sowohl über die Entwicklung der örtlichen Gewerbe als auch über das Leben der damit verbundenen Menschen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Zeitraum vom Beginn der Industrialisierung bis zu den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

In der Ausstellung werden die Arbeitsprozesse zur Gewinnung und Verarbeitung des Rohstoffs Ton veranschaulicht. Der in Großalmerode verarbeitete Ton stammt vom benachbarten Hirschberg, der bis heute auch ein reiches Vorkommen an Braunkohle aufweist. Die im Laufe der Jahrhunderte stetig erweiterte Palette der in Großalmerode produzierten Tonwaren reicht von Haushaltskeramik, Tonpfeifen, Murmeln, Apothekengefäßen und Schneiderkreide bis zu großformatigen Schmelztiegeln und hochspezialisierten Feuerfeststeinen der Gegenwart. Inszenierte Arbeitsplätze und zwei DVD-Terminals vermitteln im Museum Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitswelten im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.
Der Transport der Tonwaren und die Anwendung der Produkte wird mittels moderner Medien veranschaulicht. Die reichen Vorkommen an qualitätsvollem Ton, Sand und Wald begünstigten auch die Ansiedlung von Glasmachern seit dem Mittelalter. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich Großalmerode zu einem bedeutenden Zentrum des Glasmachergewerbes. An die vergangene Waldglasproduktion in der Region erinnert im Museum ein eigener Abschnitt.

Zudem widmet sich eine Galerie im Dachgeschoss dem Leben und Schaffen des in Laudenbach am Meißner geborenen Heimatmalers Heinrich Pforr (1880–1970).

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Glas- und Keramikmuseum Großalmerode

Kleiner Kirchrain 3

37247 Großalmerode


E-Mail
atlanticceramic@t-online.de


Internet
www.glas-und-keramikmuseum.de


Öffnungszeiten


1. April bis
31. Oktober:


So

14–17 Uhr


Service

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