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Einweisung vor dem Gang ins Dunkel; Foto: DialogMuseum gGmbH

Dialogmuseum

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Eingang zum Dialogmuseum
Foto: DialogMuseum gGmbH

Das Dialogmuseum wird von einem Frankfurter Verein zur Förderung der sozialen Kreativität betrieben. Es ist kein Museum im üblichen Sinne, sondern ein sozialer Lernort. Die Besucher sind hier nicht Betrachter von Exponaten, sondern sie werden aufgefordert sich einzulassen, aktiv zu werden, die Sinne zu schärfen, Rollen zu tauschen und neue Perspektiven einzunehmen. Mit unterschiedlichen Angeboten schafft das Dialogmuseum außergewöhnliche Plattformen für zwischenmenschliche Begegnungen und besondere Erfahrungen. Rechtzeitige telefonische Reservierungen sind für den Besuch erforderlich.

Bei „Dialog im Dunkeln“ handelt es sich um eine Ausstellung mit sechs lichtlosen Erlebnisräumen zur Entdeckung des Unsichtbaren. Die nicht-blinden Besucher werden von blinden Guides in kleinen Gruppen durch völlig abgedunkelte Räume geführt, die zum Beispiel als Park, verkehrsreiche Straßenkreuzung, Bootshaus und Café gestaltet sind. Die Dunkelheit lässt die Sehenden hilfsbedürftig und orientierungslos werden, sie erfahren jedoch die alltägliche Welt aus einer neuartigen Perspektive, wobei sich die Wahrnehmung der nicht-visuellen Qualitäten vertieft. So wird zum Beispiel das gesprochene und zu hörende Wort äußerst wichtig, und der Dialog gewinnt neben die Erfahrung der Dunkelheit besondere Bedeutung.
Eine spezielle Tour führt nach einer Bootsfahrt durch einen musealen Erlebnisraum mit wechselnden Ausstellungen, welche eigens für diesen Zweck von Frankfurter Künstlern und Museen gestaltet werden.

Als unterhaltsamer Spielraum zur Erprobung sozialer und kommunikativer Kompetenzen dient das „Casino for Communication“. Hier werden unter normalen Lichtverhältnissen Kommunikationsspiele für Kinder und Erwachsene angeboten, die von der Pariser Psychologin Orna Cohen entwickelt wurden. An allen neun Spieltischen entstehen Situationen, in denen die Teilnehmer agieren und kommunizieren sollen. Mit jedem Spiel verbessern die Teilnehmer ihre Interaktionsfähigkeit, denn um hier zu gewinnen, muss man kooperieren, nicht gegeneinander kämpfen.

Ergänzend zum Besuch des Dialogmuseums werden für Schulklassen und andere Gruppen vertiefende Workshops und Seminare angeboten – im Hellen wie im Dunkeln. Diese beschäftigen sich unter anderem mit den in einem Integrationsbetrieb naheliegenden Themen „Blindsein“ und „Behinderung“.

Nach Vereinbarung ist auch das Restaurant „Taste of Darkness“ geöffnet, in dem bei völliger Dunkelheit gespeist wird. Diese Erlebnisgastronomie stellt eine Herausforderung für alle Sinne dar.


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Dialogmuseum

Hanauer Landstraße 145

60314 Frankfurt am Main


Telefon
Reservierungen:
(0 69) 90 43 21 44
Verwaltung:
(0 69) 90 43 21-0


Telefax
(0 69) 90 43 21 90


E-Mail
info@dialogmuseum.de


Internet
www.dialogmuseum.de


Öffnungszeiten


Di bis Fr

9–17 Uhr


Sa, So

11–19 Uhr


erster Do im Monat:
(nur „Dialog im Dunkeln“)

9–21 Uhr


Barrierefreiheit

  • Blinde und Sehbehinderte
  • Rollstuhlfahrende und Gehbehinderte

Für genauere Informationen wenden Sie sich bitte an das Museum.


Service

  • Café